Fünfzig Jahre Förderverein der ökumenischen Kinder- und Jugendförderung

Bildquelle: Ökumenische Kinder-und Jugendförderung e. V. 

Das Jahr 2023 repräsentiert für den Förderverein der Ökumenischen Kinder- und Jugendförderung e.V. (OEKJ) ein besonderes Ereignis: er feiert sein 50jähriges Bestehen.

Er wurde am 9. März 1973 gegründet und hatte sich zum Ziel gesetzt, die ein Jahr zuvor ins Leben gerufene, damals noch sogenannte ökumenische Behindertenhilfe finanziell und ideell zu unterstützen. Die Initiatoren zur Gründung dieses Vereins waren Werner Kessl, Pfarrer Ludwig Albert Steiner und Horst Zeeb. Als erste Vorsitzende wurden damals Katharina Regelmann, Helmut Steinhilber als Kassier sowie Berthold Hildebrand als Schriftführer gewählt. Den Vorsitz des Fördervereins übernahmen danach Frau Arnold, Frau Dr. Müller-Hermann und bis heute Frau Dr. Gestrich.  Die Anfänge waren beschwerlich und klein, denn erst ab dem Jahr 1975 wurde die ökumenische Behindertenhilfe durch staatliche Gelder finanziert – finanzielle Unterstützung war daher essentiell. So war es in dieser schwierigen Anfangszeit eine der wesentlichsten Aufgaben des Fördervereins, die Bevölkerung auf die Situation von behinderten Kindern aufmerksam zu machen und eine Lobby zu schaffen für die Menschen, welche die Öffentlichkeit bis dato oft vernachlässigt, wenn nicht gar ignoriert hatte.

Mithilfe des Fördervereins kamen daher wertvolle Mitgliedsbeiträge, Spenden und Geldmittel durch diverse Aktionen zusammen und sicherten das Überleben des Vereins. So beteiligte er sich seit Anbeginn an Anschaffungen, z.B. Therapie- und Spielmaterialien sowie an Investitionen in Räumlichkeiten und Spielplätze. Im Jahr 1990 wurde beispielsweise das Haus des Behindertenkindergartens in Bühlingen mit namhafter Beteiligung des Fördervereins gekauft, ab 2008 wurde dieser dann nach Einrichtung der Inklusionsgruppen in 4 Kindergärten im Kreisgebiet Rottweil aufgegeben. Auch für die Einrichtung der Gruppenräumlichkeiten trat der Förderverein ein, so z.B. mit einem Aufzug in Schramberg und einer Trennwand in Zimmern.

Im Jahr 2006 wurde der Name „Ökumenische Behindertenhilfe“ in „Ökumenische Kinder- und Jugendförderung“ geändert und heißt seither Förderverein der ökumenischen Kinder- und Jugendförderung. Diese Umwidmung kann nun auch den unterschiedlichen Entwicklungsstörungen der betreuten Kinder Rechnung tragen. Bis zum heutigen Tag ist die Einrichtung zur Förderung und Therapie der betroffenen Kinder sehr gewachsen und bis heute werden an den Förderverein immer noch Anfragen auf Unterstützung oder auch Kostenübernahme gestellt, die der Verein auch nach Möglichkeit seiner Mittel erfüllt. Ganz aktuell unterstützt der Förderverein die Ökumenische Kinder- und Jugendförderung bei der Einrichtung und Beschaffung einer vereinsinternen Fachbibliothek für die Mitarbeiter*innen sowie bei der Anschaffung von geeigneten Kinder- und Bilderbüchern für die Therapien.

Aber nicht nur die materiellen Beiträge für die Ökumenische Kinder- und Jugendförderung sind wichtig, der Verein möchte auch die Allgemeinheit ansprechen und sie mitbeteiligen, dass diese Kinder einen guten Weg ins Leben finden. Ziel des Fördervereins ist es, die Möglichkeiten und die Integration von behinderten und von Behinderung bedrohten Kindern und Jugendlichen in unsere Gesellschaft zu fördern und Versorgungslücken nach Möglichkeit zu schließen. Außerdem das Bewusstsein der Öffentlichkeit schärfen, sie sensibilisieren und für eine Bevölkerungsgruppe eintreten, die seit jeher um Anerkennung und Inklusion kämpfen muss. Für die ökumenische Kinder- und Jugendförderung ist der Förderverein von jeher auch essentiell und leistet bis heute einen ganz wesentlichen ideellen und materiellen Beitrag zur Positionierung und zum Fortbestehen der OEKJ.

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